Théâtre: Princesses
Irgendwo zwischen dem 15. und dem 16. Jahrhundert, zwischen Mittelalter und Renaissance, in einem
gedämpften Wartezimmer einer Arztpraxis ganz neuen Typs, beobachten sich zwei Frauen,
mustern sich, stellen sich Fragen. Der Eindruck, sich zu kennen, ohne sich jemals
begegnet zu sein.
Schneewittchen auf der einen Seite, Aschenputtel auf der anderen. Hier gibt es keine glitzernden Kleider mehr, keine
funkelnden Diademe und keinen schillernden Märchenprinzen. Nur zwei Frauen
in den Fünfzigern, die viel erlebt und ihre Prüfungen durchgestanden haben. Im Laufe des Wartens
begegnen sie sich, offenbaren sich und geben sich einander hin. Sie erkennen sich wieder. Die höflichen Gespräche
bekommen Risse. Sie sprechen über ihre Familien, ihre Träume, ihre Realitäten, ihre
Traumata, ihre Erfolge. Ihre wahren Geschichten.
Von der Theatergruppe „sauce th%E9%E2tre“ (M%E9rignac)
Inszenierung: Guillaume Malagnoux