Faut-il désespérer de la culture ?
"Wir Zivilisationen wissen nun, dass wir sterblich sind", schrieb Paul Valéry nach der Katastrophe des Ersten Weltkriegs. Warum schützt uns die Kultur nicht vor der Barbarei, die trotz unserer ausgeklügelten Denksysteme und der raffinierten Künste immer wieder neu entsteht? Ist es ein endgültiges Zeichen für eine "Niederlage des Denkens", dass selbst die Heimat von Goethe und Bach sich dermaßen in die Negation des Menschlichen verrannt hat, oder haben wir immer noch Grund zu glauben, dass die Kultur der einzige Schutz gegen die Entmenschlichung des Menschen ist? Müssen wir in Zeiten von künstlicher Intelligenz und Killerdrohnen an der Kultur verzweifeln?
Vortrag von Agnès Cugno, Philosophielehrerin (CPGE Lycée Cassin Bayonne).
Im Rahmen der von Christophe Lamoure angebotenen Vortragsreihe über Philosophie.